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Erfahrungsberichte zum Lesen und zum Schreiben...
Es wird fast zur jährlichen traditionellen Kammermusik-Klausurtagung: Auf dem Aktivitätenprogramm des Flötenhof wurden dieses Jahr wieder 3 Tage Kammermusik pur unter der Leitung von Gerhart Darmstadt (Cello) und – diesmal auch mit dabei – Viktor Töpelmann (Gambe) angeboten. Eingeladen sind immer musikalisch Aktive, ob Laien oder
Profis, einzeln oder in Ensembles, sich in kleiner Runde neuen musikalischen Anregungen Musikalischer Blumenstrauß im Flötenhof zu stellen.
Doch was bedeutet schon „kleine“ Runde? Damit ist sowohl Einzelunterricht gemeint, ein Musizieren zu zweit, im Quartett, im Quintett oder gar mit allen Anwesenden. Ohne festen Rahmen (außer den Mahlzeiten) wird die Tageseinteilung kurzfristig und nach Wunsch vorgenommen. Das Schmankerl in diesem Jahr: Zwei Dozenten boten gewissermaßen Parallelbegleitungen an und gestalteten gar einen Abendausklang mit einem kleinen Privatkonzert samt Werkseinführung.
Während des Unterrichts gab Gerhart immer wieder neue, ungewohnte und frische Ansätze mit auf den Weg; Viktor, als Cellist und Gambist, mit Partitur in der Hand, brachte seinerseits Anregungen und Vorschläge, so dass die Musizierenden eine „Rundumversorgung“ genießen konnten.
Wie wohl das Miteinander-Musizieren von Profi, Semi-Profi und Laie zusammenpassen mag? Gerade das macht diesen Kurs so besonders wertvoll: Es kommt nicht darauf an, die beste Technik und die meiste Konzerterfahrung mitzubringen, sondern hier heißt es, sich auf die anderen Teilnehmer einzustellen, mit(einander) zu spielen, sich und gar die Töne neu zu finden! Das mag nicht immer leicht fallen, doch handelt es sich um eine Herausforderung anderer Art. Es geht vor allem darum, den Ton zu gestalten und nicht, ihn technisch perfekt zu beherrschen. Und so ergab sich ein tiefgründiges, für alle Teilnehmenden auch tiefbefriedigendes musikalisches Miteinander, das oft sowohl die Zuhörenden wie auch die Streichenden staunen ließ.
Neben so viel Musik bietet natürlich der Rahmen des Flötenhofs eine ideale Plattform für Vertiefung persönlicher Kontakte. Es fehlte nie an Heiterkeit, an Möglichkeiten, die Umgebung während eines Spaziergangs zu erkunden, an Gesprächen, ob gemütlich bei einem Glas Rotwein bei einbrechenden Dämmerung oder zwischen zwei Unterrichtseinheiten. Doch auch Abenteuerliches blieb nicht aus: Beim gemeinsamen Abendausflug ins Lokal blieb eins der Autos samt Insassen verschollen und musste erst wieder gefunden werden... Umso köstlicher das gemeinsame Diner!
Als bereichernd wurden übrigens die so unterschiedlichen Lebensläufe der Teilnehmer empfunden, die durch den Austausch ein kleines Fenster zur Welt öffneten und zum Nachdenken anregten.
Allen Teilnehmern und auch den Hauseltern ein herzliches Dankeschön!
Christine v. Rekowski-Santos
(Mai 2011)
Neun verschiedene Niveaus auf der Traversflöte bzw. Böhmflöte galt es unter einen Hut zu bringen. Mit viel Einfühlungsvermögen in die unterschiedlichsten Bedürfnisse eines jeden von uns ist dies Karl Kaiser hervorragend gelungen. Mit denjenigen, die bereits Stücke auf der Traversflöte oder Böhmflöte vorbereitet hatten, wurden diese perfektioniert. Ich hatte meine ersten Stunden auf der Traversflöte - mit viel Geduld seitens Karl´s - bekam ich die ersten Grundlagen - auf einer Flöte, die Herbert Paetzold mir freundlicherweise zur Verfügung gestellt hatte. Auch für die jeweils Zuhörenden blieb es interessant, da Karl immer wieder in die "Geschichte der Traversflöte" eintauchte und so Hintergrundwissen vermittelt wurde und da jeder aus den Unterrichtssequenzen der anderen etwas "mitnehmen" konnte. Wir waren eine nette sich gegenseitig unterstützende Gruppe.
Neben dem Kurs trägt auch das Ambiente des Flötenhofs dazu bei, dass ich mich richtig wohl gefühlt habe - konnte total vom Alltagsgeschehen abschalten und habe viel gelernt. Der Kurs eignete sich also sowohl für Anfänger als auch für Fortgeschrittene. Danke an alle Beteiligten !
Ich bin fasziniert!
Wie viel es zu beachten gibt, wenn eine Blockflöte gebaut wird und wie
schnell ein falscher Griff ein Instrument verderben kann! Mit unendlicher
Geduld hat Herbert Paetzold unseren Blockflötenbaukurs betreut und mit
Argusaugen darüber gewacht, dass wir in unserem Übereifer nicht zu viel,
bzw. zu schräg gefeilt haben, dass wir zur Ruhe gekommen sind und nicht in
Hektik an unserem entstehenden Instrument arbeiten.
Es wurde innerhalb der 4 Kurstage immer meditativer und eine innere Ruhe
kehrte ein, so dass wir nicht nur ein funktionierendes Instrument, sondern
auch eine wohlige innere Ausgeglichenheit mit nach Hause nehmen durften.
Danke an euch Paetzolds, es war sehr schön und ich würde am liebsten gleich
morgen wiederkommen und die nächste Flöte bauen.
Euch alles Liebe und Gute.
Dorothea
Nachklang zuhause mit einer neugebauten Flöte (nach einem viertägigen Blockflötenbaukurs):
- Den Horizont wesentlich erweitert, was die Physik der Flöte anbelangt,
- Freude und erstaunliche Erfahrungen beim Arbeiten mit dem "Flötenholz",
- ein ganz neuer Blick auf das Instrument, mit dem man täglich umgeht,
- fachliche und geduldige Betreuung durch Herbert beim Arbeiten und durch Christina beim ganzen "Darumherum",
- eine schöne Atmosphäre
- und nicht zuletzt nette Teilnehmer, gute Gespräche am Abend und zwischendurch...
- HERZLICHEN DANK !
(Und die gebaute Flöte bleibt natürlich DIE Besonderheit in der eigenen Sammlung...)
Ein hervorragender Kurs - Bau einer Renaissance Blockflöte! In inspirierender und familiärer Atmosphäre lernten wir unter professioneller Anleitung von Herbert Paetzold eine Flöte zu bauen. Für mich als Blockflötistin war es aufregend und spannend, hautnah mitzuerleben wie eine Blockflöte entsteht, die einzelnen Arbeitsschritte bis hin zum ersten Ton. Nun halte ich eine wunderschöne Renaissanceflöte in Händen und habe neue und interessante Freundschaften mit den Teilnehmern geknüpft. Christina und Herbert, vielen Dank!
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